Ein Kunstwerk beginnt bei mir selten mit einem fertigen Plan. Meist beginnt es mit einem Gefühl.
Wenn ich vor einer neuen Leinwand stehe, weiß ich oft noch nicht, wie sie am Ende aussehen wird. Ich habe keine genaue Skizze und keine Vorstellung davon, welche Farbe an welcher Stelle landen muss. Manchmal gibt es einen Gedanken, der mich gerade beschäftigt. Manchmal eine Stimmung. Und manchmal fange ich einfach an.
Genau diese Offenheit gehört für mich zum Malen dazu.
Am Anfang steht die rohe Leinwand
Ich arbeite auf roher Baumwolle. Ich mag ihre natürliche Oberfläche, ihre Farbe und vor allem, dass sie Teil des fertigen Werkes bleiben darf.
Nicht jede Stelle muss mit Farbe bedeckt sein. Manchmal lasse ich Bereiche bewusst offen. An anderen Stellen entstehen viele Schichten übereinander. Genau dieser Gegensatz macht meine Arbeiten für mich lebendig.
Auch meine Keilrahmen entstehen in Handarbeit. Dadurch beginnt ein Werk für mich nicht erst mit dem ersten Pinselstrich – sondern schon viel früher.
Ich male, übermale und verwerfe
Beim Malen arbeite ich mit Acryl, Pastell- und Ölkreide. Ich trage Farbe auf, nehme wieder etwas weg, übermale Flächen und lasse andere bewusst stehen.
Es gibt Stellen, die mir gefallen und später trotzdem wieder verschwinden.
Früher fiel mir genau das manchmal schwer. Heute weiß ich: Oft entsteht gerade dadurch etwas, womit ich vorher überhaupt nicht gerechnet habe.
Ich versuche deshalb nicht mehr, jeden Schritt zu kontrollieren.
Wann ist ein Kunstwerk fertig?
Das ist wahrscheinlich eine der schwierigsten Fragen.
Es gibt keinen bestimmten Punkt, an dem eine Leinwand objektiv fertig ist. Für mich kommt irgendwann dieser Moment, in dem ich vor dem Werk stehe und spüre: Jetzt braucht es nichts mehr.
Manchmal passiert das schnell. Manchmal stelle ich eine Leinwand für einige Tage zur Seite, schaue sie immer wieder an und arbeite später weiter.
Ich glaube, ein Teil des Malens besteht für mich auch darin, zu erkennen, wann ich aufhören darf.
Und dann bekommt das Werk seinen Namen
Die Titel meiner Leinwände sind ein wichtiger Teil meiner Kunst.
Manchmal begleitet mich ein Gedanke schon während des Malens. Häufig verstehe ich aber erst vor der fertigen Leinwand, worum es eigentlich ging.
Dann entsteht ein Titel wie Soul’s Desire, Facing Myself, Unspoken Weight oder Spirit’s Knowing.
Der Name soll nicht erklären, was jemand in dem Bild sehen muss. Er ist eher ein Gedanke, den ich mitgebe.
Denn das Schönste passiert für mich dann, wenn jemand vor einem meiner Werke steht und darin etwas ganz Eigenes wiederfindet.
Bereit für dein eigenes Kunstwerk?
Lass uns gemeinsam etwas Besonderes erschaffen – ein Kunstwerk, das genau deine Geschichte erzählt und dich daran erinnert, was dir Kraft, Hoffnung und Inspiration schenkt.

