Warum ich meine Keilrahmen selbst baue.

Für mich beginnt ein Kunstwerk nicht mit der ersten Farbe. Es beginnt viel früher.

Bevor ich überhaupt male, entsteht zuerst die Leinwand selbst. Ich baue meine Keilrahmen und bespanne sie mit roher Baumwolle. Das ist für mich nicht einfach nur die Vorbereitung für ein Bild – es gehört bereits zum Entstehungsprozess dazu.

Warum rohe Baumwolle?

Ich male ganz bewusst nicht auf einer fertig weiß grundierten Leinwand.

Ich liebe die natürliche Farbe der rohen Baumwolle, ihre Struktur und die kleinen Unregelmäßigkeiten im Material. Sie bringt bereits etwas mit, bevor überhaupt die erste Farbe daraufkommt.

Deshalb lasse ich sie in vielen meiner Werke auch sichtbar.

Freie Stellen sind für mich keine unfertigen Flächen. Sie gehören genauso zum Bild wie Acrylfarbe, Pastell- oder Ölkreide.

Warum ich meine Keilrahmen selbst baue

Natürlich könnte ich fertige Leinwände kaufen.

Aber für mich würde dabei etwas fehlen.

Wenn ich den Rahmen baue, die Baumwolle zuschneide, spanne und am Ende die fertige Fläche vor mir steht, habe ich bereits eine Verbindung zu dem Werk, obwohl noch kein einziger Pinselstrich darauf ist.

Außerdem kann ich dadurch mit Formaten arbeiten, die genau zu meiner Kunst passen – unabhängig davon, welche Standardgrößen gerade erhältlich sind.

Die Leinwand darf Teil des Bildes bleiben

Ich möchte den Untergrund nicht verstecken.

Beim Malen entstehen Schichten, andere verschwinden wieder und manche Bereiche bleiben nahezu unberührt. Farbe trifft auf rohe Baumwolle, kräftige Gesten auf leise Stellen.

Genau diese Gegensätze interessieren mich.

Manchmal ist es sogar eine unbemalte Fläche, die einer Leinwand erst die Ruhe gibt, die sie braucht.

Handarbeit gehört für mich zur Kunst

Am Ende sieht man einem fertigen Werk vielleicht nicht an, wie viele Schritte passiert sind, bevor die erste Farbe daraufkam.

Aber für mich gehören sie dazu.

Vom Holzrahmen über die rohe Baumwolle bis zur letzten Spur auf der Leinwand entsteht jedes Werk Stück für Stück mit meinen Händen.

Vielleicht ist genau das einer der Gründe, warum ich Originale so besonders finde: Sie tragen nicht nur das fertige Bild in sich, sondern auch ihren gesamten Entstehungsprozess.

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Die Geschichte hinter meinen Werktiteln.

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Wann du merkst, dass ein Bild dir gehört.