Ein Kunstwerk entsteht zunächst in meinem Atelier.
Ich sehe es während des Malens aus nächster Nähe, drehe es, stelle es weg, hole es wieder hervor und verbringe manchmal Tage oder Wochen damit.
Und irgendwann kommt der Moment, in dem es diesen vertrauten Ort verlässt.
Ich glaube, genau das fasziniert mich an Ausstellungen bis heute: Meine Kunst bekommt plötzlich einen Raum, den ich vorher nicht kannte.
Meine Kunst unterwegs
Inzwischen durfte ich meine Arbeiten an ganz unterschiedlichen Orten zeigen – in Deutschland, Österreich und sogar in China.
2025 reisten drei meiner Werke nach Chongqing und wurden dort im Rahmen einer internationalen Ausstellung präsentiert.
Allein der Gedanke, dass Leinwände, die bei mir im Atelier entstanden sind, irgendwann tausende Kilometer entfernt an einer Wand hängen und dort von Menschen betrachtet werden, die ich wahrscheinlich nie kennenlernen werde, ist für mich immer noch etwas Besonderes.
Gleichzeitig liebe ich aber auch die Ausstellungen ganz in meiner Nähe.
Denn jede Umgebung verändert die Wahrnehmung eines Werkes. Ein Kunstwerk in einer Galerie wirkt anders als in einem Showroom, einem besonderen Interior oder später in einem privaten Zuhause.
Ich mag Orte, an denen Kunst nicht für sich allein stehen muss
Deshalb arbeite ich auch sehr gerne mit Kooperationspartnern zusammen.
Mich interessieren Orte, an denen unterschiedliche Welten aufeinandertreffen und etwas Neues entstehen kann. Kunst und Interior. Kunst und Handwerk. Kunst und Genuss.
Dabei geht es mir nicht nur darum, meine Leinwände irgendwo aufzuhängen.
Ich mag die Idee, gemeinsam etwas zu schaffen, das Menschen Kunst auf eine andere, vielleicht ungezwungenere Weise erleben lässt.
Genau deshalb entstehen neben klassischen Ausstellungen auch immer wieder neue Kooperationen und Veranstaltungen rund um meine Arbeit.
Und trotzdem bleibt mir eines am wichtigsten
So sehr ich es liebe, meine Werke auszustellen und sie an besonderen Orten zu sehen – mein liebster Weg zur Kunst bleibt der persönliche.
Ich mag es, die Menschen kennenzulernen, die sich für meine Arbeiten interessieren.
Zu erfahren, welches Werk sie immer wieder anschauen. Warum ein bestimmter Titel etwas in ihnen auslöst. Welche Geschichte sie selbst darin erkennen.
Denn am Ende ist für mich nicht entscheidend, an wie vielen Orten eine Leinwand schon hing.
Viel schöner ist der Moment, in dem sie den Ort findet, an dem sie bleiben darf.
Vielleicht ist genau das die schönste Reise eines Kunstwerks
Von meinem Atelier in eine Ausstellung.
Vielleicht weiter in eine andere Stadt oder sogar in ein anderes Land.
Und irgendwann an eine Wand, vor der ein Mensch jeden Tag vorbeigeht.
Ausstellungen geben meinen Werken die Möglichkeit, gesehen zu werden.
Aber erst die Menschen, die sich mit ihnen verbinden, geben ihnen eine neue Geschichte.

